Geheimnisvolle Spuren der Maria Magdalena
- oder eine seltsame Übereinstimmung?

Anlässlich der Durchsicht eines Nachlasses, welchen wir schon seit geraumer Zeit ungeordnet in verschiedenen Kartons in unserem Forschungsarchiv eingelagert hatten, stiessen wir unter anderem auf älteres Kartenmaterial.

Entsprechend dem aufgedruckten Datum stammten die kartografischen Werke aus dem Jahr 1914. Es handelte sich dabei um eine Teilkarte des Gebietes der Pyrenäen, im Massstab 1:1'000'000, und einer Ausgabe Süd-West-Frankreich, aus demselben Jahr.
Für uns von besonderem Wert war die Pyrenäenkarte, da auf dieser genau der Teil des Dep. Aude verzeichnet war, welcher uns seit geraumer Zeit sehr interessierte - das Gebiet von Carcassonne bis hin zu Limoux, Quillan, Rennes-le-Château, Rennes-les-Bains, usw.!
Da die ganze Karte recht unhandlich war, entschieden wir uns, einige digitale Aufnahmen des entsprechenden Gebiets-ausschnittes anzufertigen. Somit konnten wir nun das Werk auf elektronischem Weg besser betrachten und nach Bedarf auch noch vergrössern.

Bei dieser Aktion spannten wir die Karte plan auf den Boden und machten senkrecht von oben - ab einem Stativ - einige möglichst gute Fotos. Da wir bei dieser Arbeit im eigentlichen Sinne "um die Landschaft wanderten" und der Betrachtungswinkel sich dementsprechend mehrmals verschob, fiel uns etwas sehr Sonderbares auf!

Ausgehend von Quillan - bis hin zur Küste des Mittelmeeres - erkannte man die Umrisse einer knienden Figur in einem weiten Gewand! Seltsam! Am Besten nahm man das Phänomen wahr, wenn man seitlich zur Karte stand. Die Konturen wurden hauptsächlich durch Verkehrswege und Flüsse in Richtung Narbonne - bezw. Perpignan - gebildet.

Unverzüglich zogen wir zum Vergleich modernere Landkarten zu Rate, mussten aber feststellen, dass auf diesen die vorliegende "Erscheinung" gar nicht - oder zumindest nicht mehr so eindeutig - zu erkennen war.
Die Form der Figur erinnerte uns an ein bekanntes Gemälde - an das Altarbild der betenden Maria Magdalena in der Kirche von Rennes-le-Château!
Tatsächlich - die rein visuelle Übereinstimmung war frappant! Natürlich waren wir uns bewusst, dass das Altarbild keinesfalls massstabsgetreu auf die Karte umgelegt werden konnte.
Aber das Zusammentreffen verschiedener, prägnanter Faktoren war doch recht erstaunlich - zumal man sogar zusätzlich noch das Kreuz im Bild auch auf der alten Landkarte ermitteln konnte! Dieses zog sich von Narbonne hinauf nach Carcassonne und fand bei diesem Ort auch seinen Abschluss durch die Bildung der Kreuz-Querbalken.

Der, durch die Umrisse der Figur markierte Landstrich, war entsprechend unseres Wissens ausserordentlich mystisch und geheimnisvoll geprägt. Aufgrund unserer Forschungsarbeit wussten wir, dass sich auf der Silhouette der Gestalt viele Ansiedlungen befanden, welche die Namen von Heiligen trugen. Desgleichen beinhaltete die Gestalt das spezifische Gebiet - nennen wir es "Land der Magdalena" - von Rennes-le-Château und Rennes-les-Bains, bis hin zum ebenfalls viel diskutierten und bekannten Ort Perillos. Die Ländereien gehörten ursprünglich zur Grafschaft "Rhazes", welche ehemals durch die Familie der "Voisins" verwaltet wurde.

Ebenfalls befinden sich in dieser Region viele Festungen aus der Zeit der Katharer, deren Geschichte ja schlussendlich bei der Burg von Montségur (Dep. Ariège) im Jahr 1244 ein tragisches Ende fand. Auch weist im entsprechenden Gebiet eine grosse Anzahl von Orts- und Flurnamen auf die ehemalige Anwesenheit der Kelten, Römer und Tempelritter hin.

Fast alle auf - und in der Figur liegenden Örtlichkeiten - wiesen gewisse charakteristische Merkmale auf. So z.B. (um nur einige zu nennen):

- Couiza, Coustaussa, Serres, Arques: Schlösser, Burgen oder Ruinen

 

- Campagne-sur-Aude: ehemalige Komturei, ein Stützpunkt der Tempelritter

 

- St-Pierre-des-Champs, St-Laurent-de-la-Cabrerisse, St-Laurent-de-la-

Salanque, St-Paul-de-Fenouillet, St-Ferriol, Ste-Eugénie, St-Martin-Lys,

St-Just-et-le-Bézu, usw.: benannt nach "heiligen Persönlichkeiten"

 

- Quillan: mit einem seltsamen, geometrischen Wappenzeichen an der

Kirche, von welchem man überlieferte, dass Henri Boudet, ein

"wissender" Priester aus Rennes-les-Bains, es dort hätte anbringen

lassen. Dieser Mann übrigens war es auch, welcher ein sehr seltsames

Buch veröffentlichte - "La Vraie Langue Celtique et Le Cromleck de

Rennes-les-Bains". In der betreffenden Publikation werden unter

anderem einige der oben aufgeführten Ortsnamen erwähnt - sowie auch

weiter entfernte Orte bis hin zur Mittelmeerküste, z.B. auch "Leucate"…

 

- Esperaza: mit einem eigentümlich gestalteten Jesusgrab in der Dorfkirche

 

- Les Pontils: hier stand einmal ein steinerner Sarkophag, ähnlich dem

auf einem Gemälde des Malers Nicolas Poussin (Les Bergers d'Arcadie II)

 

- Axat: mit dem kryptischen Grab des Priesters Henri Boudet

 

- Auch sind ehemalige Einsiedeleien sind zu finden, wie z.B. die Ermitage

St-Antoine-de-Galamus

Aufgrund all dieser Umstände und der ja hinlänglichst bekannten Geschichten um Maria Magdalena und ihrer mutmasslichen Anwesenheit in diesem wunderbaren Landstrich im Süden Frankreichs, vermuteten wir dies als weiteren, zusätzlichen Fingerzeig - hin auf die Wahrheit der ganzen Legende!

Etwas fiel uns allerdings anlässlich des Studiums der Karte noch zusätzlich auf!
Wir betrachteten ein vermehrtes Mal das Altarbild. Seitlich der knienden Maria Magdalena lag ein aufgeschlagenes Buch mit zwei kleinen Kreuzen im oberen Bereich der Seiten. Die Position dieses Buches konnte man - in Anlehnung an das Gemälde - ebenfalls auf der Landkarte ausfindig machen.

Nun könnte der geneigte Leser natürlich denken, dies wäre ja soweit alles nichts Aussergewöhnliches, doch was uns wirklich sehr erstaunte, war die Tatsache, dass sich in der Region des eingezeichneten Buches etwas äusserst Bemerkenswertes befand!

Genau oberhalb der auf den Buchseiten verzeichneten zwei Kreuze, befanden sich dementsprechend auch zwei "heilige Orte" auf der Karte: St-Pierre-des-Champs und
St-Laurent-de-la-Cabrerisse…

Die beiden Ortschaften in diesem Gebiet der Corbières (*) korrespondierten in ihrem Zusammenhang mit zwei ganz ähnlichen Wappen. Konnte dies ein Zufall sein? War dies ein Beweis, dass unsere Wahrnehmungen und die damit verbundenen Schlussfolgerungen betreffend dem "Land der Magdalena" zutrafen? Sind diese beiden Orte die "Messpunkte" für das "erleuchtete Betrachten" des Altarbildes in der Kirche von Rennes-le-Château?

Gemäss einer unbestätigten Überlieferung nach, wäre ein gewisser Abbé Emile -François Cayron anscheinend in das Geheimnis um einen unermesslichen Schatz - welcher gut verborgen in der Grafschaft "Rhazes" lag - eingeweiht gewesen! Dieser Abbé Cayron sei ursprünglich auch der Lehrer des Priesters Henri Boudet von Rennes-les-Bains gewesen, welcher ja bekanntlich im Jahr 1886 das bereits erwähnte kryptische Buch, "La Vraie Langue Celtique et Le Cromleck de Rennes-les-Bains", veröffentlichte! Ob der betreffende Abbé Emile-François Cayron tatsächlich je als Seelsorger in St-Laurent-de-la-Cabrerisse oder vielleicht evtl. auch in St-Pierre-des-Champs tätig war, ist nicht mehr mit Sicherheit zu eruieren. Andere Quellen weisen als Wirkungsort von Cayron auch auf St-Laurent-de-Montferrand hin…

Ausserdem wird erzählt, dass sich in der - für so einen kleinen Ort wirklich riesigen - Kirche von St-Laurent-de-la-Cabrerisse, ein äusserst mystisches Gemälde befunden hätte.

Auf diesem wären zwei Frauen (?) in blauen Gewändern dargestellt gewesen. Die eine Frau, durch ein Seil gefesselt, versuchte nach einem Kreuz zu greifen, welches die andere in ihrer Hand hielt. Die mit dem Kreuz hätte sich über einer Wolke befunden und zusätzlich noch ein Behältnis in Form einer "Vase" gehalten.

Entsprechend einer Sage wären diese beiden Frauen Königinnen gewesen - die Regentinnen der beiden "Rennes" - eine auf dem Berg und die andere im Tal. Diejenige auf dem Hügel besass (behütete) einen Schatz - aber nur solange sie das Kreuz in ihrer Hand hätte halten können…

Leider haben wir das erwähnte Bild selbst nicht gesehen und es scheint uns auch fraglich zu sein, ob dieses wirklich existierte…

Aber angesichts der faszinierenden und spannenden Geschichte - auch im Zusammenhang mit unseren Feststellungen betreffend dem "Magdalena-Phänomen" auf der alten Karte - wird es sicherlich sehr aufschlussreich und interessanten sein, dem Ort St-Pierre-des-Champs ebenfalls einmal einen ausgedehnten Besuch abzustatten!


 

 

Quidquid agis prudenter agas et respice finem!
(Was auch immer du tust, tue es weise und bedenke das Ende!)

 

 

 

 

Anhang:

(*) Die Corbières, östlich des Mittelmeeres gelegen, im Norden und Westen vom Fluss Aude und im Süden vom Fenouillèdes-Graben umgeben, bilden das Vorgebirge der östlichen Pyrenäen - einer Gebirgslandschaft, deren höchster Gipfel mit 1230 m der Pic de Bugarach ist.
Die von bewegter, geologischer Geschichte geformten Landschaften bereicherten die Menschen zusätzlich mit dem Bau von Schlössern und Abteien. Die teilweisen mit Befestigungsmauern umgebenen Dörfer (Lagrasse, Fabrezan), die Katharer-Burgen (Queribus, Peyrepertuse, Villerouge, Termes), eingerahmt von unberührter Natur, erheben diese Gegend zu einer der schönsten Regionen Frankreichs.

Mit den Kämpfen gegen die Sarazenen erlebten die Corbières unter der Herrschaft der Karolinger eine stark bewegte Zeit. Das Gebiet wurde 1229 ins königliche Reich eingegliedert. Ihre militärische Bedeutung als Grenzregion verloren die Corbières mit der Annexion von Roussillon unter König Ludwig dem XIV.

 

 

 

Text, Pläne und Bildkonstruktionen
Copyright © 12.06.08 / F. Seiler
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